Neue Termine für unsere Workshops

18. und 19. Mai 2012
22. und 23. Juni 2012
20. und 21. Juli 2012
jweils in Berlin

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Neue Seminartermine 2012

“Schreiben über Technik” findet statt am 18./19.05.2012, am 22./23.06.2012 und am 13./14.07.2012 in Berlin

Anmeldung. vth@thomas-ppr.de oder per Fax: 030 21 23 21 37

Hier erfahren sie mehr:

Faltblatt Seminare1-12

Stimmen von Teilnehmer/Innen:

”.... ich denke sehr oft an Berlin und die wertvollen Inhalte, die Sie dort vermittelt haben. Ich habe sofort  nach dem Seminar begonnen, das Erlernte gezielt einzusetzen. Ein wichtiges Werkzeug für mein tägliches Arbeiten…” (Anja W.)

”...habe viel mitbekommen, wie ich künftig mit Texten umgehe. Da waren jede Menge Anregungen dabei.” (RainerR.)

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Der Todesstern – spielt die Sonne verrückt?

Martin Eiermann nimmt sich auf “The European” die Wissenschaftsberichterstattung über die Sonneneruptionen vor. Er kritisiert die Panikmache: Plasma-Tornados, gewaltige Stürme, größter Sonnensturm seit Jahren – die alarmistische Berichterstattung sei von Faktenkenntnis ungetrübt. Zitat: “Ein Problem ist, dass viele Nachrichten zu wissenschaftlichen Phänomenen oder Studien von Journalisten geschrieben werden, die erstaunlich wenig Ahnung von der Thematik haben. Zitate stammen großteils nicht von direkten Gesprächen mit Experten, sondern werden aus Agenturmeldungen oder anderen Publikationen übernommen…. Der Stempel der Wissenschaft fungiert dabei als ultimatives Qualitätssiegel.”
http://www.theeuropean.de/martin-eiermann/10331-wissenschaftsjournalismus

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Neue Seminartermine: Texttraining intensiv – Texten über Technik

am 18./19.05.2012, am 22./23.06.2012 und am 13./14.07.2012 in Berlin

Anmeldung. vth@thomas-ppr.de oder per Fax: 030 21 23 21 37

Stimmen von Teilnehmer/Innen:

”.... ich denke sehr oft an Berlin und die wertvollen Inhalte, die Sie dort vermittelt haben. Ich habe sofort  nach dem Seminar begonnen, das Erlernte gezielt einzusetzen. Ein wichtiges Werkzeug für mein tägliches Arbeiten…” (Anja W.)

”...habe viel mitbekommen, wie ich künftig mit Texten umgehe. Da waren jede Menge Anregungen dabei.” (RainerR.)

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Gesammelte Besprechungen zum Band „Schreiben über Technik“

Michael Bechtel/Volker Thomas “Schreiben über Technik”, 233 Seiten, 24,90 €, UVK, ISBN: 978-3867642873;

Meistens passt es nicht zusammen: Entweder jemand kennt sich mit Technik aus und vermag dieses Wissen nicht zu vermitteln, oder jemand schreibt gut, versteht aber technische Zusammenhänge zu wenig. Am Ende jedenfalls steht in den meisten Medien eine Technikberichterstattung, die für den laienhaften Leser ungeeignet ist. Die beiden erfahrenen freien Journalisten Michael Bechtel (Bad Honnef) und Volker Thomas (Berlin) wollen daran unbedingt etwas ändern und haben ein Handbuch vorgelegt.

Technik prägt unser Leben, das ist der Grundansatz der beiden Autoren, und darum muss sie auch für jedermann vermittelt werden können. Dabei geht es nicht darum, bis zur Unkenntlichkeit zu vereinfachen, wichtiger ist es, Bezugspunkte zum Alltag zu finden.

Darum haben Bechtel und Thomas auch einen, wie sie es nennen, “prozessorientierten Ansatz” gewählt und zerlegen die journalistische Arbeit in Einzelschritte, von der Idee bis zum Manuskript. Dabei fangen sie wirklich ganz von vorne an, bei der Frage nämlich wie Lesen funktioniert und mit welcher Einstellung der Journalist herangehen muss.

Es folgen die Recherche, die Frage nach Bericht oder Reportage, der Einstieg in den Text, die richtigen Formulierungen und ganz zum Schluss die selbstkritische Prüfung mit einer Checkliste zur Textoptimierung und einem Bekenntnis zum Vieraugenprinzip, also zum Gegenlesen.

Ein gutes Handbuch. Wer’s beachtet, tut sich und seinen Lesern viel Gutes.

Bewertung: ****
Online auf : leseblog.de („Lauter Lesenswertes“)

Hinweis in MediumMagazin Nr. 4-5/2011 unter dem Thema „Fachjournalismus“

Vom Leser her denken…

Michael Bechtel und Volker Thomas: “Schreiben über Technik”. Verlag: UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2011; Reihe „Praktischer Journalismus“ Band 91; 232 Seiten, broschiert. Preis: 24,90 Euro. ISBN 978-3-86764-287-3.

Rezension von Norbert Schulz-Bruhdoel, Remagen

nsb) Solche Bücher sind viel zu selten: praktische Ratgeber für den Arbeitsalltag, die über die Häufung von Checklisten hinaus gehen und sogar Spaß beim Lesen machen. Michael Bechtel und Volker Thomas haben mit „Schreiben über Technik“ eine Lücke geschlossen, die eigentlich kaum zu verstehen ist: Warum gibt es in einer Welt, die von Technik und naturwissenschaftlichen Anwendungen durchdrungen ist, kaum ein Fachbuch, das Journalisten, Autoren, Mitarbeitern in Pressestellen und Kommunikationsagenturen hilft, für solche Themen die angemessene Darstellungsform und die richtige Sprache zu finden?

Die beiden erfahrenen Journalisten empfehlen ein systematisches, schrittweises Vorgehen und klammern von der Vorrecherche bis zum letzten Feinschliff am Text nichts aus, was dem Leser dienen kann. Und genau das macht den Wert und den Reiz dieses Buches aus – es ist konsequent von der Seite der Nutzer her gedacht: Wie kann ein Schreiber erreichen, dass die Leser komplexe technische und naturwissenschaftliche Sachverhalte verstehen und nachvollziehen können?

Konsequent informieren sie zunächst über wichtige Erkenntnisse der Leserforschung, machen daran deutlich, wie wichtig das eigene Verstehen und Durchdringen der Sachverhalte durch intensive Recherche ist. Erst dann geht es um mögliche Darstellungsformen, Textaufbau und Sprachqualität.
Die zahlreich eingestreuten Beispiele und Checklisten machen auch dem Schnellleser klar, um was es geht. Und noch ein Plus: Die Autoren klammern weder den Text für die Online-Rezeption aus, noch den Sprechtext fürs Radio oder zur Unterstützung von bewegten Bildern, sondern arbeiten die Konturen der jeweiligen Besonderheiten deutlich heraus.

Diesem Buch sind viele Käufer, viele Auflagen und das gütige Schicksal eines Longsellers zu wünschen. Dem Verlag UVK gilt ein dickes Lob, dass er die richtigen Autoren für dieses vernachlässigte Thema gefunden hat!

Pfeffers PR Journal April 2011

Rezension: Schreiben über Technik

Technik, egal ob nun Informations-, Fertigungs- oder Energietechnik, prägt unser Leben. Doch nicht immer wird sie verständlich und nutzerorientiert erklärt. Eine Erfahrung, die jeder täglich beim Lesen der Tageszeitung oder von Fachzeitschriften macht. Doch wie besser machen? Michael Bechtel und Volker Thomas – beide Fachjournalisten mit eigenem Textbüro – erläutern in ihrem Buch „Schreiben über Technik“ Strategien zur Popularisierung technischer Themen.

Nach einem etwas mühsamen Einstieg mit Kapiteln wie „Lesen ist Lernen“ und „Die richtige Einstellung“ beschreiben sie Schritt für Schritt (etwa „Sammeln, Sichten und Verstehen“, „Bedenke wohl die erste Zeile“ und „Den Leser bei der Stange halten“) die Aufgaben des
Autors bei der Stofferarbeitung und der Produktion von verständlichen Texten. Ob es nun um die Recherche oder das Rechercheinterview geht, fast alle Kapitel werden mit einer Checkliste abgeschlossen. Rund 100 der 234 Seiten befassen sich mit Textformen wie Nachricht, Bericht, Feature, Reportage und Interview – Textformen, wie sie der herkömmliche Journalismus, aber auch der Fachjournalismus kennt. Dabei wird auch auf den Fachbericht und den Anwenderbericht eingegangen, genau genommen den Anwenderbericht mit Nutzwert, welcher gegenüber dem häufigen Anwenderbericht mit PR-Absicht abgegrenzt wird. Nicht ganz einsichtig folgt ein Kapitel „Die Kunst des populären Technikbuches“. Schreiben fürs Hören und Schreiben für den Bildschirm bilden weitere Themen. Schreibregeln runden den Band ab: Verständlichkeit, Klarheit und Kürze gelten für alle Texte – auch für technische.

Man hat (als Journalist) den Eindruck, eine Menge schon anderswo, sprich in anderen journalistischen Lehrbüchern, gelesen zu haben. Dagegen wird auf Textkategorien wie Testbericht und Produktvergleich, die nicht eben selten im Technikjournalismus vorkommen, überhaupt nicht eingegangen. Kein Thema sind für die Autoren auch Theorien des Journalismus – vermutlich, weil die Autoren eine journalistische Perspektive bevorzugen.

BECHTEL und THOMAS folgen einem „prozessorientierten Ansatz“ und zerlegen die Schreibarbeit von der Idee bis zum druckfertigen Manuskript in eine Abfolge von Arbeitsvorgängen, die alle ihre Anforderungen und Probleme haben. Die Fachwelt ist nicht ihr Thema, sondern die allgemeine, nicht vorgebildete Öffentlichkeit; hier hätte ein kleiner Ausflug in die empirische Forschung zum Thema „Interesse der Leser an der Technik“ oder nur wenig weiß – so wissen Programmierer selten viel über Netzwerk- und Routertechniken.

Vor allem Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler aus dem technischen Umfeld – neben Fachjournalisten vom Verlag als Zielgruppe des Buches genannt – müssen mehrheitlich für ein Fachpublikum schreiben. Doch trotz der „journalistischen Ausrichtung“ eignet sich der Band als eine Art Handwerkskasten auch für diese Zielgruppe; mithilfe der 20 nützlichen Checklisten und der Regeln für die sprachliche Optimierung lassen sich grobe Fehler
verhindern. Zu guter Letzt noch ein Wunsch: Die nächste Ausgabe bitte um ein Kapitel zum Fachpublikum ergänzen. //

Der Rezensent und Soziologe Manfred Weise, geboren 1955, arbeitet als Fachjournalist (IT, Telekommunikation) und Sozialwissenschaftler. Er ist Autor von mehreren Beiträgen zum Thema Technikjournalismus (u.a. in den DFJV-Bänden „Technikjournalismus“ und „PR für Fachmedien“)

In : Der Fachjournalist 3/2011

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Jonathan Franzen über das erotische in der Technologie

„Die Technologie ist extrem geschickt darin, Produkte hervorzubringen, die sich mit unserer Vorstellung vom Ideal einer erotischen Beziehung decken, in der das Objekt unserer Liebe nichts verlangt und alles gibt, und uns so das Gefühl der Allmächtigkeit verleiht, und keine grässlichen Szenen macht, wenn es gegen ein Objekt ausgetauscht wird, das noch sexier ist. Das ultimative Ziel der Technologie ist es, eine natürliche Welt, der unsere Wünsche egal sind, durch eine Welt zu ersetzen, die auf unsere Wünsche eingeht…“

Jonathan Franzen (www.kenyon.edu/x57433.xml)

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Technik – der Natur abgeschaut

Reifen, gebaut nach Prinzip der Pfoten eines Gepards, Messer, die sich wie die Zähne von Nagetieren, selbst schärfen, Fliegen mit dem Haihaut-Effekt – das ist Bionik. Eine Webseite – genannt die „Bionik-Vitrine“ – als Kooperationsprojekt des Botanischen Gartens und des Instituts für Biologie I (Zoologie) der Universität Freiburg zeigt, welche technischen Meisterleistungen aus der Natur sich Ingenieure und Konstrukteure zunutze gemacht haben. So über Technik zu schreiben macht Spaß und lässt jeden staunen. Filme, Texte und Grafiken zeigen auf dieser ungewöhnlich interessanten Webseite, was alles geht. (vth)

www.bionik-vitrine.de

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Technik erklären können

Technik erklären können

Was geschieht bei der Kernspaltung? Warum wird das so heiß? Wieso ist das nicht mehr zu stoppen? Welche Dosis an Radioaktivität ist lebensgefährlich? Was ist mit Jod und Cäsium? Kann man sich schützen? – Fukushima hat das Thema Technik in die Schlagzeilen gebracht – die Medien suchten händeringend Experten, die etwas erklären können und nicht nur Fachchinesisch sprechen. Wie wenig es davon gibt, zeigt die Omnipräsenz von Ranga Yogeshwar auf allen Kanälen. –  „Wissen lohnt sich wieder“, schreibt das MediumMagazin (4-5/2011) über einen Beitrag von Anne Haeming im „Spezial Fachjournalismus“. Hier ein paar Thesen daraus:

• Der Reaktorunfall in Japan könnte dem Ressort Wissenschaftsjournalismus einen neuen Schub geben, wären da nicht die Politikredakteure und Leitartikelverfasser, die das Thema für sich gepachtet haben, statt die kompetenteren Kollegen schreiben zu lassen. Generalisten und Spezialisten arbeiten zu wenig zusammen.

• In den vergangenen Jahren wurde in allen Ressorts Personal abgebaut. So wie das Kulturressort keinen Architekturkritiker mehr hat, fehlt dem Wissenschaftsressort ein studierter Chemiker. Auch bei den Nachrichtenagenturen wurde jahrelang versäumt, Journalisten mit naturwissenschaftlichem Hintergrund einzustellen.

• Dabei boomen Wissensthemen: Zwischen 2003 und 2007 stieg der Anteil an Wissensthemen in SZ, FAZ und “Welt” um 48 Prozent. Tageszeitungen hievten eigene Wissensseiten ins Blatt, „ZeitWissen“ ging auf den Markt, es gibt einen eigenen Radiosender: DRadio Wissen.

• Technik und Wissenschaft entwickeln sich zu Querschnitts-Themen. Sie beeinflussen und befruchten die anderen Ressorts, oft genug schreiben aber Generalisten statt wirklich kompetente Redakteure. Die Fehler häufen sich: www.medien-doktor.de passt zumindest bei Medizinthemen auf.

• Fachjournalisten müssen verständlich schreiben lernen, das klappt nicht allzu oft, kritisiert Silke Liebig-Braunholz, Präsidentin des Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV). Eine fachliche wie journalistische Ausbildung ist für sie unerlässlich.

• Bei den Journalistenschulen taucht das Thema kaum auf, obwohl die Nachfrage nach spezialisierten Journalisten steigt. Damit die Zeitungen auch was davon abbekommen, muss sich etwas an den Honoraren ändern. Die Fachpresse zahlt einfach mehr.

Literaturtipps:
Holger Wormer/Michael Dietz: “Endlich Mitwisser!” (KiWi 2011) 8,95 Euro
Michael Bechtel/Volker Thomas: “Schreiben über Technik” (UVK 2011). 24,90 Euro
Siegfried Quandt, DFJV (Hg.): “Fachjournalismus, Expertenwissen professionell vermitteln” (UVK 2010) 29,90 Euro
CD-ROM: “Natur und Wissenschaft 1992 – 2009. Wissenschaftsberichte aus der FAZ” (FAZ-Archiv 2009) 29,90 Euro

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Aedes Network Campus Berlin (ANCB): Wo sich urbane Intelligenz trifft

Was haben Djakarta und Amsterdam gemeinsam? Wie reguliert London seinen innerstädtischen Verkehr? Gibt es irgendwo ein Konzept, was mit den durch Landflucht entvölkerten Dörfern geschehen soll? Welche Zukunftskonzepte haben Megastädte wie Sao Paulo, Johannesburg oder Singapur? – Das sind Fragen, die eben nicht allein die Städteplaner beantworten können. Sie brauchen Kooperation – zum Beispiel mit Wasserbauexperten, die sich mit steigenden Pegelständen auskennen, mit Verkehrsexperten, die wissen, wie viel Regulierung man einer Stadt zumuten kann oder mit Bevölkerungswissenschaftlern. „Die Spanier“, so Hans-Jürgen Commerell, „haben ein Konzept entwickelt, wie man Migranten in den verlassenen Dörfern ansiedelt und sie im Rahmen ihren Möglichkeiten das verlassene Land bewirtschaften lässt.“ Ein Modell für Mecklenburg-Vorpommern? Für ihn stecken in diesen und anderen Fragen Möglichkeiten und Herausforderungen. Sie sollen über eine neue Plattform in einem kulturellen Kontext diskutiert und in eine erweitere Öffentlichkeit getragen werden. Gefragt sind Architekten, Städteplaner, Techniker und Künstler aus aller Welt. Hans-Jürgen Commerell knüpft zusammen mit seiner Partnerin Kristin Feireiss an einem Netzwerk, das kreative Köpfe aus mittlerweile 18 Hochschulen von Südafrika bis Australien weltweit verbindet.

Woher der Campus kommt

Vor über 30 Jahren hat Kristin Feireiss die Berliner Architekturgalerie „Aedes“ gegründet. Es war das erste Mal, so Commerell, dass Architektur ausgestellt wurde, dass eine Galerie urbane Konzepte, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur im Zusammenhang brachte und als Teil einer gesamtgesellschaftlicher Kultur präsentierte. Norman Foster, Frank Gehry, Zaha Hadid – damals noch weitgehend unbekannte Architekten – haben bei Aedes bereits vor 25 Jahren ihre Arbeiten vorgestellt. Über 400 Ausstellungen hat „Aedes“ organisiert, lange im Westberliner Bezirk Charlottenburg, seit viereinhalb Jahren am Pfefferberg. Das Gelände beherbergte ursprünglich eine Brauerei im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und ist heute zu einem kulturellen und kulinarischen Treffpunkt geworden.

Mit dem Umzug kam die Idee, das erfolgreiche, weltweite Netzwerk der Galerie auszubauen und den Network Campus Berlin zu gründen, als ein Forum für den weltweiten Austausch städtebaulicher Ideen und als Experimentierlabor außerhalb eingefahrener akademischer Strukturen. Seinen Platz hat der Aedes Network Campus Berlin (ANCB) in einem U-förmigen Klinkerbau. Der Platz ist großzügig bemessen: ein geräumiger Seminarraum, ein Café und im Sommer die umliegenden Grünflächen – alles angefügt an die 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche des Aedes Architekturforums.

Kunst und Industrie

Commerell zeigt auf eine Steckdose im Seminarraum. „Das ist eigentlich etwas ganz gewöhnliches“, meint er. „Aber heute spielt sich dahinter eine Revolution ab – es geht um die Verteilung von Elektrizität, um intelligente Stromzähler, um dezentrale Kraftwerke, um Effizienz!“ Was das die Architekten und Städtebauer angeht? „Viel – wenn alternative Kraftwerke in Wohnsiedlungen entstehen, Stromzähler je nach anfallender Strommenge und Quelle die Zufuhr von Elektrizität steuern und der Verbrauch durch automatisierte Systeme geregelt wird, die für den Menschen bedienerfreundlich gestaltet werden müssen.“ Gerade hat er das Energie- und Automationstechnik-Unternehmen Busch-Jaeger / ABB für einen gemeinsamen Workshop zu diesem Thema gewonnen.

Ein Großteil des überwiegend englischsprachigen Vortrags-Programms des ANCB ist frei zugänglich und bildet damit auch für die in der Hauptstadt ansässigen Botschaften und Kulturinstitutionen eine Plattform für das Themenfeld urbane Kultur. Die Partneruniversitäten beteiligen sich mit anteiligen Gebühren an der Umsetzung des ANCB-Programms. Der Löwenanteil der anfallenden Kosten wird jedoch durch Industrielle Kooperationspartner und Projektförderprogramme anderer Institutionen, Austauschprogramme und Stiftungen ermöglicht. (Volker Thomas)

Network Campus: www.aedes-network-campus.de/home.htm

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Schreibenlernen: Nur Feedback hilft

Wer Mitarbeiter im Schreiben wirkungsvoller Texte trainieren lassen will, wirft häufig Geld zum Fenster hinaus. Zu oft halten die Angebote auf diesem früher lukrativen, heute hart umkämpften Markt nicht entfernt, was sie versprechen. Genau hinschau­en hilft: Es gibt harte Kriterien für Qualität, und die sind leicht nachzuhalten.

Was immer auch Personaler, Controller oder Vorstände glauben mögen: Gute Texte zu schreiben ist nicht kinderleicht. In zwei oder gar nur einem Seminartag vom unbeholfenen Textnovizen zum professionel­len Schreiber für alle PR- und Marketingaufgaben? Man muss kein Kommunikationsfach­mann sein, um zu wissen, dass das nichts werden kann. Trotzdem finden solche „Schreibtrainings“ ihre Kundschaft. Hauptsache billig! Doch wie auch sonst im Leben kann billig am Ende teuer werden, wenn der erhoffte Nutzen aus­bleibt.
Professionell schreiben ist eben nicht kinderleicht. Mit dem Wissen darum, was gut und richtig wäre, gehen die Absolventen vieler Schreibworkshops zurück an ihren Schreibtisch. Dort stellen sie schnell fest, dass das Wissen um Regeln und die Fähigkeit zur Umsetzung in Formulie­rungen und Texte zwei paar Schuhe sind. Ohne praktisches Tun unter pro­fessioneller An­leitung kann keine wirkliche Fertigkeit entstehen, und das erworbene Wis­sen verflüchtigt sich schnell.

Was sind die Qualitätskriterien?

Die Warnungen vorweg – wovon sollte man die Finger lassen?

1. Prominente Trainernamen garantieren kein gutes Schulungsangebot. Natürlich schließen sie es auch nicht aus. Doch die Erfahrung sagt: Wer sich in Journalismus und PR einen Namen gebracht hat, steht nicht unbedingt mehr darauf, sich im De­tail mit den Texten von Nachwuchsschreibern auseinanderzusetzen. Ganz abgese­hen von der Erfahrung, dass gute Journalisten und Texter nicht zwingend die bes­ten Ver­mittler der eigenen Kunst sind. So präsentieren sie gerne gol­dene Regeln und mo­dellhafte Texte – und erzählen lustvoll Anekdoten aus ihrem be­wegten Be­rufsleben. Das ist für die Zuhörer meist eindrucksvoll und unterhaltsam. Aber für eine gute Show wollte man das Geld ja nicht anlegen.
2. Eintägige Workshops – das ist ein Widerspruch in sich, jedenfalls wenn es um grundlegendes Texttrainig geht. Ein Tag bedeutet: 8 oder maximal 9 Stunden ab­züglich der Vorstellungsrunde am Anfang und der Pausen, die gewiss kein Luxus sind. Netto bleiben erfahrungsgemäß gerade 390 Minuten, der Übungsteil wird zur symbolischen Verneigung vor dem Gedanken des learning by doing. Um in einem kleinen Kreis bereits erfahrener Texter ein spezielles Anliegen zu erörtern, mag das angehen. Schreibnovizen können genauso gut zuhause bleiben.
3. Powerpointlastige Vortragsveranstaltung – womit nichts gegen den Einsatz von Powerpoint gesagt sein soll. Wohl aber gegen Dozenten, die mit eingeübten Vorträ­gen ihr Geld bequemer verdienen als mit dem mühsamen Redigieren, Kommentie­ren und Bewerten von Anfängertexten. Wo der Teilnehmer nicht wenigstens die Hälfte der Zeit an der Tastatur und in der Auseinandersetzung mit dem fachlichen Feedback auf Texte beschäftigt ist, lässt sich kein großer Trainingserfolg er­warten.

In der Umkehrung heißt das: Um den effizienten Einsatz von Fortbildungsmitteln zu ge­währleisten, ist ein wenig Aufwand erforderlich. Es reicht nicht, auf den Ruf von Se­minar­anbietern und Trainern alleine zu achten. Auch die subjektive Zufriedenheit von Teil­neh­mern, mit denen Veranstalter gerne werben, ist ein Fingerzeig, nicht mehr. Schließlich kann der Teilnehmer selten vergleichen und noch seltener einschätzen, was an Trainings­erfolg möglich wäre.

Detaillierte Auskunft einfordern

Die Verantwortlichen in den Unternehmen müssen sich schon die Mühe machen, genau hinzuschauen und detaillierte Auskunft einzufordern. Die wichtigsten Kriterien:

  • Steht ausreichende technische Infrastruktur zur Verfügung? Texte handschrift­lich zu Papier zu bringen ist erstens unzumutbar und verhindert zweitens die effi­ziente Bearbeitung durch den Trainer. Dass Teilnehmer ihren eigenen Laptop zum Texten benutzen sollen, ist heute kein Thema mehr – aber der schnelle und unkom­plizierte Ausdruck muss möglich sein.

  • Ist die Teilnehmerzahl hinreichend begrenzt? Mehr als 10 bis 12 Teilnehmer kann ein Trainer in einem intensiven Textraining nicht befriedigend betreuen. Kommt ein Cotrainer zum Einsatz, dürfen es auch einmal 18 Teilnehmer werden.

  • Steht der Umfang der behandelten Themen in einem sinnvollen Verhältnis zur Dauer der Veranstaltung? In zwei Tagen die Grundbegriffe der Pressemitteilung einzuüben, ist machbar – in drei Tagen dazu auch noch Berichtsformen, Interview und Featuretechniken abzuhandeln, hat wenig Sinn.

  • In welchem zeitlichen Verhältnis steht der Übungsanteil zum Informationsin­put? Grundsatz: Je mehr, desto besser!

  • Ist gewährleistet, dass der Teilnehmer nicht nur ein standardisiertes Feed­back (Musterlösungen) bekommt, sondern ein Trainer sich mit den Texten in­dividuell auseinandersetzt? Das wird überwiegend durch schriftliche Anmerkun­gen auf den einzelnen Übungstexten geschehen. Ausgewählte Texte können und sollen aber auch als Praxisbeispiele in die Plenumsdiskussion einfließen.

  • Bekommt der Teilnehmer auf Wunsch am Ende ein individuelle Einschätzung seiner Stärken, Schwächen und Entwicklungspotentiale als Texter?

  • Ist sichergestellt, dass es durch die detaillierte Beschäftigung mit den Teil­nehmertexten und individuelles Feedback nicht zu Leerlauf kommt? Das kann entweder durch eine kleine Teilnehmerzahl oder durch Einsatz eines Cotrainers ge­schehen.

Sind alle dieser Kriterien erfüllt, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein hoch­karätiges Angebot. Dass dieses seinen Preis haben muss, ist keine Frage. Deshalb tun sich Qualitätsanbieter derzeit im Wettbewerb gegen immer mehr Billigheimer schwer.

Maßgeschneidert: Inhouse-Trainings

Die genannten Kriterien lassen sich mühelos auch auf Inhouse-Trainings weiterdenken, die ja oft schon ab drei bis vier Teilnehmern kostengünstiger sein können als externe Fort­bildung. Die nötige Infrastruktur steht in der Regel zur Verfügung, die geringe Teilnehmer­zahl bietet beste Voraussetzungen für intensives Training. Auch hier sollte man nicht an einem Cotrainer sparen, sollte die Zahl der einzubeziehenden Mitarbeiter doch zweistellig werden. Die Trainingsintensität lässt sich dadurch nach meiner Erfahrung um bis zu 50 Prozent steigern, die Teilnehmerzufriedenheit noch stärker. Die besten Bewertungen erhalten Veranstaltungen, in denen die Leistungsbereitschaft der Teilnehmer richtiggehend gefordert wird.
Der alles entscheidende Vorteil: Das Programm lässt sich präzise auf den eigenen Bedarf zuschneiden. Bei technologieorientierten Unternehmen beispielsweise sehen sich die Mit­arbeiter vor ganz andere Herausforderungen gestellt als in einer Bank, einem Handels­unternehmen oder einer Verwaltung. Ein routinierter Texttrainer muss in der Lage sein, aus Textmaterial und typischen Fragestellungen des Kunden und in Abstimmung mit ihm ge­eignetes Beispiel- und Übungsmaterial zu schneidern. Das ist zugleich die Nagelprobe dafür, ob er mit den spezifischen Themen zurecht kommt.

Die Teilnehmer erleben dann von der ersten Minute des Workshops an, dass es um die Lösung ihrer ganz konkreten beruflichen Aufgaben geht. (MB)

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